Fukushima und die Folgen für die Atomenergie

Die große Umweltkatastrophe in Japan sowie der drohende Atom-Super-GAU im AKW Fukushima sorgen auch in Deutschland für tiefgreifende Änderungen in der Politik. Eine Kehrtwende in der Atompolitik scheint sich stark abzuzeichnen. Ebenso wird diskutiert, ob bestehende alte Atonmeiler abgeschaltet werden sollen, welche nicht mehr aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen.

Atomausstiegs-Aktion des BMU
Atomausstieg - Quelle: Wikipedia - Foto: Denis Apel http://www.denis-apel.de/

Da diese Diskussion sowie die Fülle an Informationen zunehmend unübersichtlicher wird, finden Sie auf dem Solarenergieblog eine Zusammenstellung der wichtigsten Punkte und Themen, sowie Links und Quellen um sich ein genaueres Bild machen zu können.

In diesem Artikel gehen wir genauer auf die Folgen ein, die sich nun für die Zukunft der Atomenergie abzeichnen.

Um sich einen Überblick über die derzeitige aktuelle Situation in der Kernkraftanlage Fukushima zu verschaffen, sind folgende Links empfehlenswert:

Der Spiegel hat eine eigene Themenseite zur Katastrophe in Japan zusammengestellt. Dort finden Sie nicht nur die aktuellesten Nachrichten aus der Krisenregion, sondern auch informative Karten, Tabellen, Fotos und Videos.

Spiegel Themenseite:
http://www.spiegel.de/thema/erdbeben_in_japan_2011/

Verschiedene Grafiken und Karten zur aktuellen Lage in Japan auf Spiegel Online:
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,751072,00.html

Einen allgemeinen Grundkurs in Radioaktivität gibt es auf Zeit.de
Hier wird nochmals genau augeklärt, was genau in einem Atomreaktor passiert, warum Strahlung überhaupt gefährlich ist und wie die Menschen sich davor schützen können:

Grundkurs Radioaktivität:
http://www.zeit.de/2011/13/IG-Strahlung

Ebenfalls bei ZEIT findet sich ein ausführlicher Artikel zur Thematik „denkbare Szenarien für Fukushima und Japan“:
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-03/fukushima-szenarien-japan

Die Zukunft der Atomenergie:

Viel gestritten wird derzeit darübern, wie es mit der Atomenergie in Deutschland nun weiter geht. Sollen teilweise ältere Reaktoren ausgeschaltet oder der komplette Atomausstieg anvisiert werden.
Unter politischen Druck geraten, sah sich Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu gezwungen in Ihrer Energiepolitik eine Kehrtwende hinzulegen und zumindest auf die bundesweiten Reaktionen durch Demonstrationen vor Atomkraftwerken kurzfristig zu reagieren. Ein „Moratorium“ wurde ins Leben gerufen, die Laufzeitverlängerun sollte, vorerst für einige alte ausgewählte Atommeiler, kurzfristig verschoben werden. Solange, bis geklärt wurde, ob die Sicherheit weiterhin gewährleistet ist.

Ein ganzer Prüfkatalog von Fragen wurde dazu verfasst, dessen Inhalt allerdings mehr brisanz aufweist, als man sich allgmein so vorstellt. Tatsache ist, dass, auf Grund dieses Kataloges und den internen Unterlagen der Bundesregierung, die Kernkraftwerke schon kurzfristig vor dem aus stehen könnten. Zumindest, wenn die Sicherheitsvorlagen soweit angehoben werden, wie in den neuen Papieren vorgesehen. Fakt ist aber auch: wir saßen/sitzen auf einem größeren Pulverfaß (in Form von 17 AKW’s) als uns allen lieb sein dürfte.

Einen detailierten Bericht über diesen geheimen Prüfkatalog hat die Sendung KONTRASTE auf ARD gesendet.  Dieser zeigt, dass allen deutschen AKW’s das Aus drohen bzw. eine Umsetzung der Wirtschaft Milliarden kosten könnte.

Der Beitrag lässt sich in der ARD Mediathek online anschauen unter:
http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_17_03_2011/geheimer_pruefkatalog.html

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3 Gedanken zu „Fukushima und die Folgen für die Atomenergie

  • 31/03/2011 um 14:41
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    Ich glaube, dass die Wähler spätestens mit der Wahl in Baden-Würtemberg ihren Willen zur Abkehr von der Atomtechnik zur Kenntnis gebracht haben. Wenn diese Regierung es nur beim Moratorium belassen will, dann kann die CDU und FDP lange darauf hoffen nochmal wieder gewählt zu werden.

  • 01/04/2011 um 03:23
    Permalink

    Die FDP kann sowieso lange darauf warten irgendwo gewählt zu werden, nicht alleine wegen ihrer Atompolitik. Man kann nur hoffen, dass die Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz nicht nur Momentaufnahmen unter dem Eindruck von Fukushima bleiben, sondern eine echte Energiewende gesellschaftlich gefordert wird. Schwarz-Geld sollte sich um irgendwas zu retten schnellstmöglich daran setzen den Ausstieg aus dem Ausstieg vom Ausstieg gesetzlich zu ermöglichen. Und zwar unter Einbeziehung aller in Deutschland notwendigen Gremien für solch eine Gesetzgebung.
    Falls sie das nicht schaffen, haben sie sich definitiv für die nächsten Jahrzehnte für unwählbar erklärt.

  • 17/07/2011 um 19:51
    Permalink

    Meinen „Vorrednern“ muss ich Zustimmen die FDP sieht nur die Strompreiserhöhungen der EVU Energieversorger. Diese setzen die EEG Umlage nur als Alibi ein.
    Schauen wir mal wer die Demontage der AKW zahlt?

    Ich fand die Fdp mit Ihren liberalen Ideen gut aber wenn die gegen die Energiewende sind brauchen wir die FDP nicht mehr!
    Im Bereich der Handwerker sind viele Arbeitsplätze entstanden, ist die FDP auf einmal gegen Arbeit in Deutschland??

    mit sonnigen Grüßen aus Bayern Olching Josef Simon

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