Weniger Geld für Solarstrom – Vergütung soll gesenkt werden

Nachdem die Union und FDP nun im Bundestag an der Macht sind, möchte die Koalition die Solarstromvergütung senken. Sie geht damit den Weg, welchen die Solarbranche selbst vergegeben hat. Laut Joachim Pfeifer, Koordinator der Unionsfraktion, wolle man prüfen, ob Kosten und nutzen noch im richtigen Verhältnis stehen. Auch möchte man keine „Dauersubventionierung“ von Solarenergie erhalten.

Solarstrom Vergütung
Die Solarstrom-Vergütung nimmt weiter ab

Bisher ist es so, dass Betreiber einer Photovoltaikanlage für jede Kilowattstunde Strom, welche eingespeist wird, nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz eine Vergütung bekommen. Für 2009 installierte Anlagen wären das zwischen 32 und 43 Cent pro Kilowattstunde. Für die Energiekonzerne ist dies nicht nur auf Grund der Dezentralisierung ein Dorn im Auge sonder auch deshalb, weil Ökostrom damit für diese sehr teuer ist.

Nach der jetzigen Regelung wird diese Vergütung um je 8% pro Jahr verringert. Der Union und FDP ist dies allerdings nicht schnell genug, da auch die Kosten für Solaranlagen stark gesunken sind.

Trotzdem möchte man das Modell des Erneuerbare-Energien-Gesetz beibehalten und die Förderung nicht komplett abschaffen.

Die Meinungen gehen hierbei weit auseinander. Wärend einerseits die Senkungen der Subventionen befürwortet werden, um z.B. so den Import von Billigmodulen aus Asien zu senken und damit deutsche Modulhersteller zu unterstützen, sieht man andernorts die Gefahr, dass der Solarstrom als Ökostrom-Angebot für Endverbraucher / Gewerbe zu teuer bleibt, obwohl die Herstellung immer günstiger wird und so indirekt die Solarindustie und deren Banken gefördert werden.

In welchem Maß die Subvention also runtergstuft  oder gar ganz abgeschafft werden sollte bleibt also diskussionswürdig.

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2 Gedanken zu „Weniger Geld für Solarstrom – Vergütung soll gesenkt werden

  • 05/10/2009 um 04:08
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    Es ist wirklich schade. Mit der ständigen Senkung der Einspeisevergütung werden natürlich immer weniger private Haushalte Interesse an der Installation einer Solaranlage zeigen. Man sollte wenigsten nach anderen Möglichkeiten suchen um das Interesse an einer Solaranlage zu steigern.

  • 21/10/2009 um 12:00
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    Tja, unser „Ökogewissen“ hängt halt immer noch zum gewissen Teilen am lieben Geld.

    Andererseits, da die Modulpreise ja deutlich runter gehen, müssen diese auch nicht mehr so viel gefördert werden. Bisher war es ja auch so, dass viele hierzulande billige Module aus Fernost kaufen und diese dann mitsubventioniert werden.

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